Nach zwei Jahren bringt Panasonic mit der Lumix LX5 eine Nachfolgerin für die Lumix LX3 – eine hochwertige kompakte Kamera für ambitionierte Fotografen, die das vollständige Repertoire für eine manuelle Belichtung mitbringt.
Die Nikon Coolpix 900 öffnete ein neues Kapitel der digitalen Fotografie – in der Zeit, bevor digitale Spiegelreflexkameras erschwinglich wurden, bot sie die manuellen Merkmale für engagierte Fotografen. 2008 setzte die Panasonic Lumix LX3 einen neuen Meilenstein, als die Kompakten den Markt mit immer kleineren Sensoren, immer mehr Pixeln und weniger Funktionen überschwemmten: kompakt, mit einem lichtstarken weitwinkligen Objektiv und exzellenter Bildqualität.
Jetzt hat der neu belebte Markt der hochwertigen Kompakten die Lumix LX3 eingeholt und es wird Zeit für Panasonic einen Schritt nachzulegen, denn heute drängeln sich die Nikon P7000 und die Canon Powershot S95 in der dünnen Luft der High-End-Kompakten. Dabei scheinen sich auf den ersten Blick die technischen Eckdaten der Panasonic Lumix LX5 kaum von denen der Lumix LX3 zu unterscheiden.
Body, Design und Handling

Von vorn kaum ein Unterschied zu meiner treuen Lumix LX3 – neben dem leicht vergrößerten Griff fällt vielleicht noch der erhöhte Blitzschuh ins Auge.
Mehr Griff und ein Blitzschuh, der zum Zubehörschuh ausgebaut wurde – auf den ersten Blick war‘s das schon.
Allem Anschein nach hat Panasonic den Mix für eine erfolgreiche Fortsetzung der LX-Linie gefunden: ein helles Weitwinkelobjektiv, ein Blitzschuh (oder besser „Zuhehör-Schuh“), manuelle Steuerung mit so vielen direkten Reglern und Tasten wie auf den kleinen Body passen und RAW-Aufnahmen.
Neu ist das Einstellrad auf der Rückseite, das nun anstelle des Joysticks für die Wahl der Blende, Belichtungszeit und nach einem Druck auf das Rad für die Belichtungskorrektur verantwortlich ist. Mir persönlich kommt es eher entgegen als die Suche auf dem 4-Wege-Controller auf der Kamerarückseite.
Und was habe wir denn dort unter dem Blitzschuh? Den Stecker für den elektronischen Sucher der Lumix GF1 – er passt tatsächlich auch auf die kleine LX5. 
Der 3“-Monitor (Diagonale von 7,5 cm) mit seinen 460,000-Bildpunkten im Seitenverhältnis 3:2 bietet zwar einen größeren Farbraum als der Monitor der LX3 und sorgt mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung für eine bessere Sicht bei strahlendem Sonnenschein – aber für Nachtaufnahmen und Videos beim nächsten Kammerkonzert ist der Aufstecksucher dann doch wieder eine Erleichterung. Er bietet die bessere Nachtsicht und entlastet den Rücken, denn er lässt sich zu einem Winkelsucher knicken.
Das kleine Täschchen für den Aufstecksucher ist schon fast größer als die Lumix LX5 …
Mag sein, dass ein elektronischer Sucher gewöhnungsbedürftig ist – aber vor allem bei Veranstaltungen, Konzerten und unter dem stimmungsvollen Weihnachtsbaum ist das elektronische Bild immer noch besser als das Dunkel der Nacht.

Nur auf Serienaufnahmen darf kein großer Wert gelegt werden. In der höchsten JPEG-Qualität erreicht die LX5 zwar 2,5 Bilder pro Sekunden – aber immer nur für drei Aufnahmen an Stück. Zoomen fällt eher gemütlich aus, aber dafür ist das Objektiv unglaublich leise, für Videoaufnahmen ein unübersehbarer Vorteil.
Auf der anderen Seite hat der Autofokus gegenüber dem schnellen Autofokus der LX3 noch einmal zugelegt.
Objektiv
Das Leica-Objektiv wurde für die LX5 neu konstruiert und die Brennweite deutlich erweitert – während die LX3 mit einem Weitwinkel von 24-60 mm bestückt war, reicht das Leica D Vario-Summicon nun bis in den Telebereich mit 24-90 mm und wird damit zu einem edlen kleinen Allround-Zoom für geschlossene Räume, Architektur- und eine angenehme Porträtfotografie.
Das Objektiv besteht nur aus 10 Linsen in 9 Gruppen mit drei asphärischen Elementen für weniger Vignettierung (schärfere Ecken), weniger chromatische Aberration und eine höhere Auflösung. Neue Mikrolinsen sollen einen größeren Dynamikumfang und weniger Rauschen bei hohen ISO-Werten liefern.
Bildqualität
Die große Anfangsblende der Lumix LX5 bringt vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen den Qualitätsvorsprung – sie spart den nächsten ISO-Sprung. Testaufnahmen aus der Lumix LX5 müssen sich nicht mit denselben ISO-Werten anderer Kompakten vergleichen lassen, da die LX5 bei Blende F2 z.B. mit ISO 800 auskommt, wo eine Blende F2,8 ansonsten schon ISO 1600 erfordert.
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