Bei erfahrenen Fotografen zieht das feine Objektiv der Panasonic Lumix LX3 – das Leica DC Vario-Summicron mit seiner hervorragenden Anfangslichtstärke von f2.0 bei 24 mm und f2.8 bei 60 mm. Dafür geht man dann auch mal näher auf das Motiv zu …
Bei diesem Objektiv muss eine kleine Blendenreihe zeigen, wie gut die Schärfe bei offener, mittlerer und geschlossener Blende aussieht, denn Objektive bringen ihre Höchstleistung in Punkto Schärfe meist erst dann, wenn sie um eine bis zwei Blenden abgeblendet sind.

- Blende f2.8, f4 und f8 bei 60 mm Brennweite
Auch das feine Leica-Objektiv erreicht seine beste Leistung i.d.R. irgendwo in der Mitte der verfügbaren Blenden. Hier liefert Blende f4 das schärfste Bild. Ohne den direkten nachbarlichen Vergleich holt aber schon Blende f2.8 ein wunderbar scharfes Bild ohne jegliche Schärfeartefakte.
Während die Objektive vieler Kompaktkameras bei ihrer kleinsten Blende (meisten f8.0) oft schon fast unbrauchbar unscharfe Bilder erzeugen, kann sich auch noch das Bild aus dem Leica DC Vario-Summicron bei Blende f8.0 sehen lassen. Aber wann braucht der Fotograf schon mal die geschlossene Blende seiner Kompaktkamera?

- Für den Überblick: In der Bildmitte sind Objektive meist am schärfsten und ein leichter Abfall der Schärfe zu den Rändern ist völlig normal. Der Bildausschnitt oben ist also nicht aus dem feinen inneren Kreis.
… und die kleine Testreihe für die Schärfeleistung bei kleiner Brennweite …

- Schon zu sehen: Bei Blende f2 und 24 mm Brennweite zieht schon eine feine Unschärfe hinter die Schärfenebene – trotzt der kleinen Abbildung des Motivs.
Tiefenschärfe
Tiefenschärfe ist eine vielschichtige Erscheinung: Die Unschärfe vor und hinter dem Motiv, die sich Fotografen in vielen Aufnahmen wünschen, um das Motiv plastisch von seiner Umgebung abzuheben, hängt von der Blende, von der Größe des Sensors (genauer: von der Größe des Zerstreuungskreises) und vor allem auch von der Größe des Motivs im Bild ab.
Kompaktkameras liefern aufgrund ihres kleinen Sensors mit dem winzigen Zerstreuungskreis immer eine lange Schärfentiefe. So fehlt den Aufnahmen aus der Kompaktkamera schnell der plastische Charakter der Bilder aus der Spiegelreflexkamera. Mit einer Anfangsblende von f2 bzw. f2,8 und dem etwas größeren Sensor steht die Panasonic Lumix DMC-LX3 besser da: Bei den großen Blenden entstehen plastische Bilder, auch wenn das Motiv nicht bildfüllend fotografiert wird.
Bei einer Kamera, deren Haupteinsatzort wohl in geschlossenen Räumen liegen dürfte, ist der kleine Zoombereich nachvollziehbar: Hier zählt ein gutes und (nahezu) verzeichnisfreies Weitwinkel-Objektiv mehr als eine lange Brennweite. Mit 60 mm entspr. KB kommt die Lumix LX3 gerade noch in den Brennweitenbereich für ansprechende Porträts.
Im Objektiv sitzt der optische Bildstabilisator (OIS Optical Image Stabilisation) „MEGA“, der in lichtschwacher Umgebung nicht nur für weniger verwackelte Bilder, sondern auch für stabilere Filme sorgen soll. Diese Kombination ruft geradezu nach Available Light-Fotografie und drängt den schlechten Ruf der Kompaktkamera hinsichtlich der Qualität von Aufnahmen mit hohen ISO-Werte an den Rand – schließlich kann es jetzt ganz schön dämmrig werden, bevor Einstellungen über 400 ISO angesagt sind.

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Küche der Landschänke zur Grenze in Rayen – blitzblank und ohne Fehl und Tadel.
Blende f2.8, 1/30 sek, automatischer Weißabgleich bei Kunstlicht: Available Light ohne Blitz und Tageslicht
Mit einem Schalter am Objektiv lässt sich die Lumix LX3 in den Makro-Modus für das Scharfstellen im Nahbereich umschalten oder in den manuellen Modus versetzen. Beim manuellen Fokus regelt der Ring um den Auslöser die Entfernungseinstellung.
Der andere Schalter auf dem Objektiv wechselt das Seitenverhältnis der Aufnahme zwischen 4:3, 3:2 und 16:9.

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