
Keine Kompakte für die Jackentasche: Dafür ist die Panasonic Lumix LX3 nicht nur zu groß, wenn sie wie hier mit allen Schikanen ausgestattet ist – sie ist eindeutig eher eine Ergänzung zur professionellen Spiegelreflexkamera als eine Schnappschusskamera.
Während die Mehrheit der Kompaktkameras mit immer mehr Pixeln und einem immer größeren Zoombereich prunkt, gibt Panasonic der Lumix LX3 einen Hauch mehr Sensor als ihrer Vorgängerin, der Lumix LX2.
Aber die Zahl der Pixel wächst nicht an und der Zoom der LX3 wandert in einen Weitwinkelbereich, der bei den digitalen Kompakten seinesgleichen sucht: eine perfekte Kompaktkamera für Feste, Meetings und Reportagen.
Mit ihrem außerordentlich lichtstarken Objektiv und einer kleinsten Brennweite von 24 mm, mit einer manuellen Steuerung, Blitzschuh, Filmmodus und RAW-Format ist die Lumix LX3 die richtige Kamera für Feste, für das Meeting in der Firma, für das feierliche Abendessen im Restaurant und die Reportage-Fotografie – genau die Umgebung, in der Spiegelreflexkameras zu groß und zu auffällig wirken. Nahaufnahmen von Sport (solange der Fotograf nicht fast bis auf Tuchfühlung kommt) und wilden Tieren in freier Wildbahn hingegen sind weniger ein Sujet für eine derart weitwinklige Kamera.
Aber mit dem Makro nah ran an Spinnen, Blüten und kleine Schmuckstücke – dafür ist die Panasonic Lumix LX3 dann wieder wie gebacken.
Die LX3 zielt also eindeutig auf den erfahrenen und anspruchsvollen Fotografen, der seinen Fotokoffer zuhause stehen lassen will. Für Einsteiger ist der Zoombereich mit 24 bis 60 mm (entspr. KB) – also ein spartanischer 2,5x-Zoom – viel zu klein.
Der Sensor
Panasonic hat der Lumix LX3 einen größeren Sensor als ihrer Vorgängerin, der Lumix LX2, eingesetzt – dabei aber die Auflösung nicht vergrößert. So schwimmt die Lumix LX3 gegen den Trend der immer kleineren Pixel auf den kleinen Sensoren. Die Sensorgröße kann sich sehen lassen, denn mit einer Diagonalen von 1/1,62“ ist die Lumix LX3 eines der Spitzenmodelle unter den Kompaktkameras.
Wer jetzt wissen will, wie groß so ein Sensor tatsächlich ist: Sind die Kanten des Sensors in Millimetern angegeben, muss die Diagonale mit Pythagoras (a2 + b2) berechnet werden. Was bei der Rechnung herauskommt, ist ein »ungefähr« mit einem Schuss Theorie und nicht mehr als eine Orientierungshilfe. Die Fototechnik ist ein traditionsbewusstes Ingenieurswesen mit einem unstillbaren Hang zu exakt ungenauen Maßangaben …
Das verheißt eine hohe Qualität und die Minimierung der typischen Schwachstellen der Kompakten: Die LX3 zeigt einen höheren Dynamikumfang und weniger Rauschen bei hohen ISO-Werten als der Großteil der Pixelgiganten und Ultra-Zooms.

- Auch nur »ungefähr«: die Größen von Sensoren im Vergleich
| Lumix LX3 | 7,92 x 5,94 mm (geschätzt) | 1/1,62″ (9,9 mm) |
| Nikon Coolpix P6000 | 7.40 x 5.55 mm | 1/1,72″ (9,3 mm) |
| Olympus SP-565UZ | 6,13 x 4,6 mm | 1/2,33″ (7,665 mm) |
| Four Thirds | 18 x 13,5 mm | 4/3″ (21,64 mm) |
| APS-C / typische SLR | 24 x 16 mm | |
| Kleinbild / Vollformatsensor | 36 x 24 mm |



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