U. Häßler @ 2009-11

Manuelle Steuerung

Die Olympus E-P1 weist alle Funktionen auf, die eine Spiegelreflexkamera aus dem Mittelfeld mitbringt.

  • manuelle Steuerung,
  • im Serienmodus 3 Aufnahmen pro Sekunde,
  • ISO-Empfindlichkeit von 100 bis 6400,
  • kürzeste Belichtungszeit 1/4000 sek (Kompaktkameras bringen es nur zu einer kürzesten Belichtungszeit von 1/2000 sek),
  • Spot-Belichtungsmessung (mitsamt einer Spotmessung auf die Lichter und einer Sportmessung auf die Tiefen),
  • Belichtungskorrektur +/- 3EV.

Diese kleine Auswahl hat nicht einmal an der Oberfläche gekratzt: Alles, was sich ein Fotograf eines Tages wünschen könnte, hat Olympus in die E-P1 gepackt.
Um mit diesem Reichtum an Einstell- und Wahlmöglichkeiten fertig zu werden, braucht die Olympus E-P1 ein tiefes Menü, aber häufiges Navigieren durch Tiefen des Menüs erspart das Schnellmenü auf dem OK-Knopf des Einstellrads.

Bildstabilisator im Body | Der Bildstabilisator (Kompensationsleistung von bis zu 4 LW-Stufen) ist in den Kamerabody gebaut, so dass keine Stabilisierung im Objektiv erforderlich ist. Allerdings ist der Live View nicht stabilisiert, so dass der Monitor ein unruhiges Bild zeigen kann, obwohl die Aufnahme auch noch bei längeren Belichtungszeiten sauber eingefangen wird. Der Bildstabilisator kann im Menü auf eine horizontale oder vertikale Kompensation der Bewegung eingestellt werden, damit auch das Mitziehen – z.B. bei Sportaufnahmen – gelingt.

Objektive

An die Olympus E-P1 lassen sich alle Micro-Four-Thirds-Objektive (die Variante für Systemkameras ohne Spiegel) anschließen und mit einem Adapter zusätzlich Four-Thirds-Objektive (Objektive für Four-Thirds-SLRs).

Olympus bietet zurzeit zwei Objektive: eine 17 mm Festbrennweite (34 mm entspr. KB) und ein Allround-Zoom mit 14-42 mm.

  • M.ZUIKO DIGITAL 17mm 1:2.8 Pancake
  • M.ZUIKO DIGITAL ED 14-42mm 1:3.5-5.6

Da auch Panasonic zu den Vorreitern des Micro-FourThirds-System gehört, erweitern die Panasonic-Objektive das Objektiv-Repertoire maßgeblich. So besteht vom Weitwinkel-Pancake bis zum Superzoom eine kleine, aber alltagstaugliche Auswahl.

  • Superweitwinkel: LUMIX G VARIO 4,0/ 7-14mm (14-28mm entspr. KB)
  • Standardzoom: LUMIX G VARIO 3,5-5,6/ 14-45mm (28-90mm entspr. KB)
  • Telezoom: LUMIX G VARIO 4,0-5,6/ 45-200mm (90-400mm KB – rund 400 €)
  • Superzoom: LUMIX G VARIO 4,0-5,8/ 14-140mm (28-280mm KB) – rund 700 €)
  • Pancake-Objektiv LUMIX G 1,7/ 20mm (40mm KB)
  • Makroobjektiv LEICA DG MAKRO-ELMARIT 2,8/ 45mm (90mm KB)

An den Micro-Four-Thirds-Objektiven von Panasonic muss der Bildstabilisator ausgeschaltet werden, da die Olympus die Stabilisierung im Kamerabody hat und Panasonic sich für den Bildstabilisator im Objektiv entschieden hat.

Micro Four Thirds Objektive| Die kleinen Objektive der Micro-Four-Thirds-Klasse sind nicht preiswerter als die Objektive für Spiegelreflexkameras und noch ist das Angebot an Objektiven klein. Zudem fehlen die preiswerten Angebote der Dritthersteller.

Sicher wird sich das Angebot auch nicht so schnell ausweiten wie es z.B. bei Nikon nach dem Wegfall des Fokusmotor im Kamerabody der Einsteiger-SLRs der Fall war. Dafür ist das Potential der Micro-Four-Third-Fotografen noch zu klein. Aber auf den Zug der kompakten Micro-Four-Thirds werden weitere Hersteller aufspringen. Weihnachten 2010 wird die Auswahl eines neuen Objektivs dann schon mehr Zeit in Anspruch nehmen …

Das Kit-Objektiv der E-P1 | Bis dahin ist das 14-42 mm Kit-Objektiv ein schönes Allround-Objektiv. Mit 28 mm entspr. Kleinbild ist es etwas weniger weitwinklig als die Kit-Objektive von Nikon oder Canon, dafür ist der Zoom ein einen Tick länger als der Telebereich der 18-55 mm-Objektive an Spiegelreflexkameras: Er entspricht 84 mm an einer Kamera mit Kleinbildformat.

Das Objektiv zeigt sowohl bei 14 mm als auch bei 42 mm kaum Abbildungsfehler und Tonnen- bzw. Kissenverzerrung bei extremen kleinen bzw. großen Brennweiten sind kaum wahrnehmbar.

Abgeblitzt: Blitzen mit der Olympus E-P1

Leitzahl eines Blitzes

Ein Blitz mit Leitzahl 14 kann bis zu 14 Meter weit reichen – allerdings nur, wenn mit Blende 1 fotografiert wird. Die Reichweite eines Blitzes bei ISO 100 wird durch Leitzahl / Blende angegeben.

Blende	1,0	2	2,8	4	5,6
ISO 100	14	7	5	3,5	2,5
ISO 200	20	10	7	5	3,5

Die Olympus E-P1 hat keinen Einbaublitz – die Kamera ist wohl voll und ganz auf ihre handliche Größe optimiert. Olympus bietet mit den Olympus FL-14 (Listenpreis 199 €, Straßenpreis 160 €) einen kleinen externen Blitz, der zum Design der E-P1 passt. Mit Leitzahl 14 bei ISO 100 leistet er aber kaum mehr als die Einbaublitze in Spiegelreflexkameras und lässt sich obendrein nicht drehen oder schwenken. Indirektes Blitzen ist also nicht möglich, obendrein sitzt der Blitz sehr nah über dem Objektiv. Dafür ist er außerordentlich klein und leicht.

So ist der Blitz eher dazu geeignet, im hellen Sonnenschein als Aufhellblitz zu wirken – etwa in der Straßenfotografie auf geringe Distanz. Bei ISO 200 leistet der Blitz immerhin Leitzahl 20. Das reicht für Aufnahmen unter dem Weihnachtsbaum, aber nicht einmal für die Trauung in der Dorfkirche.

Video mit der Olympus E-P1

Die Olympus E-P1 nimmt Videoclips mit 1280×720 (640×480) Pixeln bei 30 Frames pro Sekunde auf und speichert sie als AVI. Bei einer maximalen Dateigröße von 2GB kann ein Filmclip bis zu 7 Minuten im HD-Format aufgenommen werden.
Audio: Wave Format Base Stereo PCM/ 16-bit at 44.1kHz.
Wie die meisten Kameras, die HD-Videos aufnehmen, braucht die Olympus E-P1 eine SDHC-Karte Klasse 6, um Videos mit einer Auflösung von 1280×720 aufzuzeichnen.

Anmerkungen von Besuchern »


RSS-Feed für Anmerkungen zu dieser Seite.

Quicktipps

Wenn der Himmel zu eintönig ist


Wolken lassen sich mit Pinseln einmalen. Alternative Pinselspitzen für Wolken hat z.B. grenouille-enchantee.

Pinselspitzen oder Photoshop Brushes haben die Dateiendung abr und werden in das Photoshop-Verzeichnis Pinsel oder Brushes kopiert. In Photoshop das Pinsel-Werkzeug in der Werkzeugleiste aktivieren, um die Pinsel-Sammlung anzuzeigen. Oben rechts in der Pinselsammlung auf das Dreieck klicken, um die frisch eingeflogenen Pinselspitzen zu laden.

Für das nachträgliche Einziehen von Wolken ist eine neue leere Ebene am besten geeignet. Die Pinselgröße anpassen, Woken einklicken und mit dem Radiergummi die Wolke wegradieren, wenn sie sich über die Baumspitzen legt. Oder die Ebene hin- und herschieben, bis die Wolken richtig sitzen.