U. Häßler @ 2009-06

Nikon D5000

Objektive

Gab es mit der Nikon D40 und D60 noch einen Aufschrei, weil Nikon auf den Fokusmotor im Body der Kamera verzichtete und so nur Objektive mit eigenem Motor zu einem Autofokus kamen: Diese Aufregung können wir heute vergessen – die Auswahl an Objektiven mit eigenem Fokusmotor ist groß und auch die Drittanbieter von Sigma über Tamron bis Tokina haben jetzt ein ordentliches Sortiment an motorisierten Objektiven zu bieten.

Der Fokusmotor im Objektiv | Beim Fotografieren mit dem Autofokus bewegt ein Motor das Objektiv in die richtige Position. Früher baute Nikon diesen Motor in die Kamera – bei den aktuellen Modellen wie der Nikon D5000 sitzt der Motor in den Objektiven, die so schneller und leiser werden. Nikon-Objektive mit eigenem Motor erkennt man am Kürzel AF-S.

Objektive ohne Fokusmotor an der Nikon D5000 | Wer die Objektive seiner analogen Nikon weiter nutzen will, muss sich mit der alten Kunst des manuellen Scharfstellens an der Nikon vertraut machen:

Typ G- oder D-Nikkor
Alle Funktionen außer Autofokus
AI-P Nikkor
Alle Funktionen außer Autofokus und 3D Color Matrix Messung
IX Nikkor/Af und Nikkor F3Af
können an der D5000 nicht genutzt werden

Gelungenes Allround-Objektiv: AF-S Nikkor 18-105 mm | Das mitgelieferte Kit-Objektiv ist qualitativ für Einsteiger sicher ausreichend, bietet aber mit einem Brennweitenbereich von 18-55 mm kaum einen kreativen Spielraum. Wir haben uns für diesen intensiven Blick auf die Nikon D5000 für das neue AF-S Nikkor 18-105 mm 1:3.5-5.6 ED entschieden, das den klassischen Allround-Objektiven für Einsteiger mit 18-70 mm glatt das Wasser abgraben könnte …

Gelungenes Preis- / Leistungsverhältnis | Mit diesem Objektiv ist der Fotograf zwar noch einen Schritt vom Himmel der Zweipunktachter (Objektive mit einer Anfangsblende von f2.8 sind der Traum für erfahrene Fotografen) entfernt, aber dafür bietet es vom Weitwinkel bis zum kleinen Tele einen breiten Spielraum. Mit einem Weitwinkel von 18 mm lassen sich enge Straßen und Gassen mit einer überraschend geringen Verzeichnung ablichten, in den langen Brennweiten ist der Kontrast befriedigend, wenn auch nicht perfekt. Im Nahbereich müssen Freunde der Makrofotografie zurückstecken, denn das Objektiv hat eine Naheinstellgrenze von weit entfernten 45 cm. In dieser Preisklasse wird aber auch niemand ein Hochleistungsobjektiv erwarten.

Starke Kontraste unter dem Blätterdach, Sonnenschein zur Mittagszeit: Die Nikon D5000 mit dem AF-S Nikkor 18-105 mm bringt die Kontraste locker unter. Beide Aufnahmen mit Standard-Einstellung ohne jegliche Bearbeitung.

Von engen Gassen bis zum Porträt | Das Objektiv ist stabilisiert (das Nikon-Kürzel für den Bildstabilisator ist »VR« – Vibration Reduction); ein Grund für die Entscheidung gegen das AF-S DX 18-55 mm 2,5-5,6 ED, das mit einem längeren Brennweitenbereich zwar attraktiv klingt, aber eben keinen Stabilisator aufzuweisen hat. Insgesamt ergattert der Fotograf mit dem AF-S Nikkor 18-105 mm ein schönes Allround-Objektiv, das sich bestens für Architektur und Landschaft eignet, ein ordentliches Porträtobjektiv darstellt und auch schon mal den Storch vom Dach holen kann.

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Tipp: Die gute alte Normalbrennweite | Obwohl es heute eine große Palette von Zoomobjektiven mit Fokusmotor gibt, greifen Fotografen immer noch gern zu den Klassikern mit Festbrennweite, die sich nur manuell scharf stellen lassen. Ganz oben in der Beliebtheitsskala stehen die 50 mm-Objektive mit einer außergewöhnlich großen Anfangsblende und einem kleinen Preis wie das Nikon AF D 50 mm 1,8 NIKKOR (140 EUR).

Feinster Kontrast, brillante Farben | Die Brennweite von 50 mm wirkt an der Nikon D5000 wie ein kleines Teleobjektiv von 75 mm. Die große Anfangsblende – und denken Sie daran: Sie sehen das Bild durch den Sucher immer mit der offenen Blende! – zeigt Ihnen ein ganz anderes Bild im Sucher als den Blick durch den dunklen Tunnel der lichtschwachen Zoomobjektive: hell und klar. Zwar müssen Sie das Objektiv manuell am Fokusring scharf stellen, aber bei der geringen Schärfentiefe ist die Schärfenebene im Bild sehr gut zu erkennen. So schulen Sie Ihren fotografischen Blick und werden gleichzeitig mit Aufnahmen mit einem hervorragenden Kontrast, brillanten Farben und besonders schönen Hauttönen belohnt und bekommen einen Einblick, was ein Objektiv tatsächlich zu leisten vermag.

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Quicktipps

Wenn der Himmel zu eintönig ist


Wolken lassen sich mit Pinseln einmalen. Alternative Pinselspitzen für Wolken hat z.B. grenouille-enchantee.

Pinselspitzen oder Photoshop Brushes haben die Dateiendung abr und werden in das Photoshop-Verzeichnis Pinsel oder Brushes kopiert. In Photoshop das Pinsel-Werkzeug in der Werkzeugleiste aktivieren, um die Pinsel-Sammlung anzuzeigen. Oben rechts in der Pinselsammlung auf das Dreieck klicken, um die frisch eingeflogenen Pinselspitzen zu laden.

Für das nachträgliche Einziehen von Wolken ist eine neue leere Ebene am besten geeignet. Die Pinselgröße anpassen, Woken einklicken und mit dem Radiergummi die Wolke wegradieren, wenn sie sich über die Baumspitzen legt. Oder die Ebene hin- und herschieben, bis die Wolken richtig sitzen.