
Die wichtigsten Neuerungen der Nikon D300S gegenüber der Nikon D300: HD-Video und einen Tick schneller.
Mit demselben Sensor, derselben Auflösung und demselben Preis bringt Nikon die D300S als Nachfolger der Nikon D300 auf den Markt – nur schneller, mit Video ausgestattet und auf den neusten Stand der Technik gebracht. Modellpflege aus dem Bilderbuch …
Aus dem Megapixel-Rennen der DX-Kameras hält Nikon sich heraus. Mit 12,3 Megapixeln lieferte die Nikon D300 bereits vor zwei Jahren eine herausragende Qualität bei extremen ISO-Werten und diese Bildqualität will Nikon dem neuen Modell erhalten.
Was ist neu an der Nikon D300S
- Hinter dem Kartenschacht liegen jetzt zwei Slots – ein Einschub für Compact Flash-Karten und einer für SD-Karten. Der Fotograf kann z.B. einen Slot als automatische Reserve nutzen, wenn die Hauptkarte gefüllt ist oder kann die Aufnahmen gleich als Backup auf beiden Karten speichern. Für die Option auf zwei Karten muss die D300S auf Compact Flash-Karten vom Typ II und Microdrives verzichten.
- Die Nikon D300S nimmt Videos im AVI-Format (Motion JPEG) mit 1280×720 Pixeln und 24 Bildern pro Sekunde auf und liefert damit kein echtes Full HD-Video. Anders als die Nikon D90 bietet die D300S aber einen Anschluss für ein externes Mikrofon und damit optionalen Stereosound. Der Autofokus kann bei laufender Aufnahme genutzt werden – dann hört das eingebaute Mikro aber u.U. den Vorschub der Linsen des Objektivs.
- Die Geschwindigkeit bei Serienaufnahmen hat von sechs Aufnahmen in der D300 zu sieben Frames und mit dem optionalen Batteriegriff zu acht Frames pro Sekunde leicht zugelegt.
- Im »Quiet«-Modus wird das Geräusch des Verschlusses gedämpft – zwar auf Kosten der Geschwindigkeit, aber in vielen Situationen ist leises Auslösen wichtiger als die Burstrate bei Serienaufnahmen.
- Neben einem Gitter kann der Live View einen virtuellen Horizont einblenden. Die elektronische Wasserwage sehen wir immer häufiger an neuen Kameras: z.B. an der Canon EOS 7d oder an der Systemkamera Olympus EP-1.
Body und Design
Auf den ersten Blick ist die Nikon D300S kaum vom Vorläufermodell zu unterscheiden – der Live View hat einen neuen Knopf auf der Rückseite, neu sind auch der Info-Button und ein Set-Knopf. Wie schon die D300 ist die Nikon D300S in einem vor Staub- und Spritzwasser schützenden Mantel gehüllt. Natürlich verfügt auch die D300S über 51 Autofokusfelder, die einen sehr großen Bereich des Sucherrahmens abdecken.
Im Live-View kann das Fokusfeld bis an den Rand des 3“-Displays verschoben und das Vorschaubild auf den Punkt vergrößert werden – das ermöglicht mit 920.000 Bildpunkten ein akkurates Scharfstellen.
Benutzerführung und Menüs
Von der D90 hat die Nikon D300S die Übersicht über 72 Thumbnails auf dem Display übernommen und auch die D300S kann RAW-Aufnahmen schon in der Kamera bearbeiten (und die bearbeitete Version als Kopie speichern). Selbst Videoclips lassen sich schon im Menü trimmen und zusammen führen.
Bildqualität der Nikon D300S

Mit einer maximalen ISO-Einstellung auf 3200 und der Erweiterung auf ISO 6400 bleibt Nikon auf der vorsichtigen Seite. Bis zu ISO 1600 ist kaum Luminanz- oder Farbrauschen sichtbar, erst mit ISO 3200 sind die Konturen nicht mehr perfekt glatt und die Farben wirken weniger brillant.
Fazit | Mit dem Update der Nikon D300 auf das neue D300S-Modell betreibt Nikon eine einfache Modellpflege – so kann der Preis mehr als zwei Jahre nach dem Marktauftritt der Nikon D300 konstant gehalten werden. Die neuen Techniken in der Nikon D300S erscheinen auf den ersten Blick zwar spartanisch, versetzen die Kamera aber wieder an die Spitze der APS-C-Kameras.







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