
Von oben, vorn und hinten ist die Nikon D3000 kaum vom Vorläufermodell, der Nikon D40x, zu unterscheiden: Nikon hält an einem erfolgreichen Design fest.
Das vierte Quartal ist angebrochen und Weihnachten naht mit Siebenmeilenstiefeln (na gut, mit Regenstiefeln …). Da wird es Zeit für die Kamerahersteller, ihre Neulinge für den Weihnachtsmarkt aufzustellen: Die Nikon D3000 tritt die Nachfolge der Nikon D40(x) an und wird das neue Einstiegsmodell bei Nikon.
Das Konzept der Nikon D3000 ist eine intuitive Spiegelreflexkamera mit einem leichten kleinen Kamerabody, mit so wenig Knöpfen wie möglich, einer ausgefeilten Automatik und natürlich mit einem Preis, den man für die erste Spiegelreflexkamera noch auf den Tisch legt. Bei der ersten Spiegelreflexkamera weiß kaum ein Fotograf etwas von der Funktionsvielfalt, die ihm die SLR vorsetzt – sondern verspricht sich einfach nur bessere Bilder – mit der Betonung auf »einfach«.
Neu und geändert
Statt eines langen und anfangs schwer durchschaubaren Menüs kommt beim ersten Einschalten eine graphische Benutzeroberfläche zum Vorschein und leitet durch die Basiseinstellungen. Das elektronische Handbuch hat sogar einen eigenen Platz auf dem Programmrad.
| »Guide« ist ein Aufnahmeprogramm, in dem die Nikon D3000 in kurzen Sätzen fotografische Hintergründe erklärt und so die Fototechnik geschickt an den Mann bzw. die Frau bringt – die Sony Alpha 230 hat uns das elektronische Handbuch in der Kamera ja auch schon vorgemacht. | |

- Wer von der Kompaktkamera auf eine Spiegelreflexkamera wie die Nikon D3000 umsteigt, muss sich daran gewöhnen, dass die Fokusfelder auf eine kleinere Region in der Mitte beschränkt sind – die Kompaktkamera hingegen kann die komplette Sensorfläche zum Scharfstellen nutzen.
Die Nikon D3000 zeigt – wie die Nikon D5000 und die D90 – elf anstelle der drei Autofokusfelder, die in den älteren Einsteigermodellen von Nikon seit Jahren die Schärfe auf den Punkt bringen. Die Einsteigermodelle von Canon oder Sony hingegen boten immer schon neun Autofokusfelder. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass der Umgang mit den Fokusfeldern im Sucher bei den meisten Einsteigern in die Spiegelreflex-Fotografie erst einmal geübt werden muss. Drei Fokusfelder waren aus meiner Sicht im Grunde genommen eine weise Entscheidung, denn im Eifer des Gefechts entgeht so manch einem Fotografen, welches der elf Fokusfeld bei einer Aufnahme aufleuchtet.

- Welches Autofokusfeld gewinnt? Der Pfosten auf der linken Seite, der springende Hund oder etwa die Böschung im Hintergrund?
Elf Autofokusfelder ohne Eingriff des Benutzers bringen natürlich eine höhere Ausbeute an scharfen Aufnahmen bei dynamischen Motiven wie agilen Kindern und beim schnellen Sport. Vielleicht nicht immer das Ziel, das der Fotograf gern aufs Korn genommen hätte …
Body und Design
Die Nikon D3000 ist nahezu genauso groß oder klein wie die D40 (und kaum größer als eine Bridgekamera), aber das Kit-Objektiv hat durch den Bildstabilisator deutlich zugelegt. Wer von der D40 auf die D3000 umsteigt, sollte den kleinen Aufpreis für das stabilisierte Objektiv nicht scheuen.
Der Monitor ist mit einer 3“-Diagonalen schön groß, sogar etwas größer als das Display der Nikon D5000, bringt aber nur die durchschnittliche Auflösung von 230.000 Pixeln auf die Beine. Die Nikon D3000 nutzt die größeren Pixel für größere Schriften im Menü. Ein schöner Kompromiss …
Die Aufnahmen der höchsten Auflösung lassen sich auf dem Display um das 25-fache vergrößern, so dass eine gründliche Beurteilung der Schärfe auf den Punkt möglich ist.
Die Suchervergrößerung
Der Sucher zeigt nicht den aufgenommenen Bildausschnitt, sondern einen Tick weniger – dabei kommt schon mal ein Laternenpfahl mit ins Bild, der im Sucher nicht sichtbar war. Darüber hinaus sehen wir das Bild durch den Sucher auf 80% verkleinert – das ist die Suchervergrößerung von 0.8 …
Der Sucher ist aber wieder einmal der kleine dunkle Tunnel mit einer gehörigen Portion Sucherverkleinerung, die bei allen Kameraherstellern als »Suchervergrößerung« bezeichnet wird. Das handhaben allerdings alle Hersteller genauso, so dass wir das Nikon nicht wirklich anlasten können.

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