
Nein – baden gehen wir mit der EOS 7D nicht, aber fotografieren bei Wind und Wetter und im Staub der Sahara.
Gegenüber der EOS 50D fällt die hängende Schulter der Canon Eos 7D ins Gesicht, aber ansonsten ist dem Design der 7D nichts wirklich Bemerkenswertes widerfahren. Sie steckt ebenso wie schon die 50D in einem staub- und spritzwassergeschützten Mantel aus einer Magnesiumlegierung.
Das 3“-Display zeigt Aufnahmen und den Live View mit 920,000 Bildpunkten. Auch das ist bei hochwertigen Spiegelreflexkameras inzwischen Standard. Aber Dank einer speziellen Glasschicht, die sowohl entspiegelt als auch kratzfest ist, braucht das Display kein lästiges Schutzkäppchen. So zeigt das Display kaum Spiegelungen, die Farbwiedergabe ist selbst bei hellem Sonnenschein hervorragend und zuverlässig.
Bedienung
Während die Knöpfe an den Spiegelreflexkameras der Einsteigerklasse mehr und mehr aussterben, legt die Canon EOS D7 als Profi ein paar Knöpfe zu und erspart die Navigation im Menü. In der Tat war ich – als eher ungeübte Canon-Benutzerin – schwer überrascht, wie schnell ich mich dank der Knöpfe in die wichtigsten Bedienelemente eingefunden habe.

- Alle wichtigen Funktionen schnell im Griff: Ein Schnellmenü für die wichtigsten Einstellungen, Umschalten zu RAW bzw. JPEG und ein Knopf für den Live View per Knopfdruck.
Ein neuer Knopf mit der Bezeichnung Q sitzt unter dem Programmrad und führt in ein Schnellmenü der wichtigsten Einstellungen, mit einem neuen RAW/JPEG-Knopf nimmt die Canon zwischendurch ein RAW-Bild auf, auch wenn JEPG in den Einstellungen aktiv ist, oder erfasst mal eben ein JPEG, obwohl die EOS D7 auf RAW eingestellt ist.
Gleich über dem Auslöser sitzt ein Multifunktionsknopf, der sich nach eigenen Bedürfnissen belegen lässt.
Live View | Der Live-View der Canon EOS 7D hat einen eigenen Knopf, der das Livebild auf dem Monitor ein- und ausschaltet. Direkt über der Taste für den Live-View ist der Kippschalter, der zwischen Live View und damit Einzelaufnahmen und Videoaufnahmen schaltet. Der Autofokus ist auch bei der Canon EOS 7D langsam und aufgrund des fest verankerten Monitors nahezu nur mit dem Stativ nutzbar.
Dann allerdings sind ein über den gesamten Bildausschnitt verschiebbares Fokusfeld und die 5-fache oder 10-fache Vergrößerung des Bildausschnitts ein Garant dafür, dass selbst bei ganz geringer Schärfentiefe der richtige Motivteil akkurat in den Fokus kommt. Mit der Abblendtaste lässt sich darüber hinaus prüfen, wie weit die Schärfentiefe bei der aktuellen Blende reicht.
Bildqualität

- Die Microlinsen des Sensors liegen näher an der Fotodiode, um das Licht besser auf die Dioden zu fokussieren.
Quelle: Product Sheet Canon EOS 7d
Nun aber endlich zur Bildqualität: Die ganze Funktionsvielfalt und all die neuen Techniken sollen den Fotografen ja schließlich dem großen Endziel – sichere und gute Fotos – einen großen Schritt näher bringen.
Der 18 Megapixel-CMOS-Sensor sammelt das Licht in größeren und daher empfindlicheren Fotodioden als noch die EOS 50D, um die Leistung des Sensors trotz der engen Verhältnisse bei hohen ISO-Werten zu verbessern.
Die Ergebnisse sind wirklich beeindruckend – selbst die Farben sind bei ISO 6400 noch erstaunlich gut.


- F 5.6 1/25 sek ISO 6400 Ambiente ohne Blitzlicht: Wie geschaffen für die Available Light-Fotografie.
Zwei Digic 4-Bildprozessoren lesen die Daten aus dem Sensor aus und sind schnell genug, um die herausragenden 8 Aufnahmen pro Sekunde abzuliefern. Dabei bleibt noch den Digic 4-Prozessoren noch die Rechenkapazität für zusätzliche Algorithmen zur Reduzierung des Farb- als auch des Luminanzrauschens.
Am Rande | Auch wenn die meisten Fotografen wohl kaum auf die hohe Auflösung der Canon EOS D7 verzichten wollen – es gibt immer wieder Szenarien, in denen die volle Auflösung nicht benötigt und eher zur Last wird. Darum bietet die EOS D7 (wie schon die EOS D50) drei RAW-Formate – allesamt mit allen Funktionen des RAW-Formats: RAW, MRAW und SRAW.
- RAW 5184×3456 (18M)
- MRAW 3888×2592 (10M)
- SRAW 2592×1728 Pixel (4,5M)

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