Der Live View verdient ein eigenes Kapitel – immerhin weist der große Monitor der Canon EOS 60D die Super-Auflösung von 1040.000 Bildpunkten auf. Im Gegensatz zum Sucher zeigt der Live View das Bild mit einer 100%-Abdeckung: What You See Is What You Get.
Schon die hohe Auflösung verrät falsches Fokussieren auch bei kleinen Motiven, aber auf Nummer Sicher schaltet die 5- und 10-fache Vergrößerung. Die 10-fache Vergrößerung ist bei Aufnahmen aus der Hand naturgemäß ganz schön wackelig, aber bei moderaten Brennweiten hervorragend, wenn es darum geht, auf die Augen bei einem Porträt in der der Totalen scharf zu stellen.

Das Display der neuen Generation von Spiegelreflexkameras gewinnt immer mehr durch die hohe Auflösung – das macht Fokussieren im Live View immer exakter.
Exakte Vorschau | Im Gegensatz zum Sucher zeigt der Live View eine Simulation der tatsächlichen Belichtung – die reale Bildhelligkeit und Farbstimmung.
So viele Motive in Bodenhöhe – aber wer würde sich schon bei diesem Wetter für eine tiefe Aufnahmeposition ins Zeug (sprich: auf den nassen Rasen) legen? Für die Bildgestaltung mit bewusster Kameraposition ist der Live View der direkte Nachfolger der Mattscheibe der Mittelformatkamera.
Drei mal Autofokus | Der Live View gibt Zugriff auf drei Fokus-Methoden:
- den immer noch recht langsamen Autofokus des Live Modus,
- einen schnellen Autofokus, bei dem das Bild auf dem Monitor aber für die Aufnahmezeit verschwindet,
- eine Gesichtsentdeckung – heute selbst aus SLRs der Mittelklasse wohl kaum noch wegzudenken.



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