admin @ 2010-10

Video mit der Canon EOS 60D

Wie alle digitalen Kameras der jüngeren Generation kommt auch die Canon 60D mit Full HD-Video – 1920×1080 Pixel. Die Filmszene gibt immer die Anzahl der Zeilen an, von daher rührt die Bezeichnung 1080p für Full HD-Video.

Der Buchstabe „p“ steht für das Vollbild-Verfahren im Gegensatz zum Zeilensprungverfahren beim Fernsehbild.

Bei Video-Aufnahmen ist das TTL-Display vom CMOS-Sensor schnell genug, um 30 Bilder pro Sekunde zu zeigen. Auch wenn die Kamera einmal im Schwenk mitgezogen wird, bleibt fast immer ein guter Eindruck der aufgenommenen Szene.

Perfekt für Videos: das Klapp-Display | Selbst wer nur ab und zu einen Video-Clip ausnimmt, wird heilfroh über das ausklappbare Display sein. Den Klotz einer Spiegelreflexkamera auf Kopfhöhe zu halten oder mit krummen Rücken zu bücken und die Kamera auf Armabstand zu halten, ist nicht gerade cool und erlaubt keine ruhige Kameraführung.

Autofokus und Video | Selbst wenn der Schenk zu einem neuen Motiv und in erneutes Fokussieren auf Anhieb gelingen – eine Spiegelreflexkamera ist kein Camcoder. Selbst bei moderaten Blenden kommt es zwischen zwei Fokuszielen zu sichtbaren Unschärfen, zudem kann das eingebaute Mikrofon das Geräusch des Objektivs nicht unterdrücken. Hier müssen die alten Tugenden des Videofilmers wieder aus der Versenkung geholt werden: Nicht schwenken, sondern denken. Statt während eines Videoclips zu fokussieren, lieber eine neue Einstellung wählen. Das ist nichts Canon-spezifisches – das gilt für Videos aus allen Kameras, deren Sensor größer ist als der Sensor des Camcorders.

Fazit

Die Canon EOS 60D ist eine gelungene Bereicherung der SLR-Szene. Der Live View hat mit der hohen Auflösung deutlich gewonnen, ein pfeilschneller Autofokus dank der neun Kreuzsensoren wird viele Fehlschüsse vermeiden. Der Verzicht auf das A-Dep-Programm für die perfekte Schärfentiefe wird kaum jemanden schwer fallen.

Für Besitzer einer 50D ist die Canon EOS 60D kaum eine Option – es sei denn, dass jetzt Video gefordert ist. Aber auf den Staub- und Spritzwasserschutz wird der 50D-Fotograf kaum gerne verzichten, die höhere Framerate der 50D ist ebenfalls ein Argument, um ruhigen Gewissens bei der 50D zu bleiben.

Eine EOS 550D ist noch viel zu jung, um einem neueren Modell zu weichen. Auch die 550D hat schon die ausgefeilte Belichtungsmessung der EOS 7D und bietet die flexible Belichtungskorrektur mit +/-5 EV. Lediglich der Autofokus der 550D ist nur mit einem Kreuzsensor in der Mitte ausgestattet. Ansonsten gibt die 550D auch schon 18 Megapixel her, weist dieselbe hohe ISO-Empfindlichkeit auf, das Display löst ebenso hoch auf und die 550D filmt Video ebenfalls mit Full HD. Das einzige Argument für den Wechsel auf die neue Canon EOS 60D wäre das ausklappbare Display … wenn das Geld für den Wechsel gerade locker sitzt.

Der Schritt von einer EOS 450D hingegen kann Sinn machen: Dann kommt nicht nur ein rasant höher auflösendes Display ins Haus, sondern ein Sprung von 12 auf 18 Megapixel, Video aus der Spiegelreflexkamera, die verbesserte Belichtungsmessung und ISO-Empfindlichkeit … jede Menge Funktionen, die sich sofort bemerkbar machen und viel Freude über die neue Technik verheißen.

Anmerkungen von Besuchern »

  1. Kommentar by Jürgen — 22. Dezember 2010 @ 11:01

    Vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich selbst habe mich erst gestern für eine EOS 60D entschieden. Da dies meine erste DSLR ist, wollte ich eigentlich mit der 50D beginnen, doch hat mir das Schwenkdisplay zu sehr imponiert.

    Ein Fan von Kunststoff bin ich selbst nicht, doch die hochwertige Verarbeitung des Gehäuses der 60D lässt mich darüber hinwegsehen. In Ihrem Beitrag wird zumindest für mich der Eindruck erweckt, dass das Gehäuse der 60D nicht Stau/Spritzwasser geschützt ist
    – dem ist lt. Canon nicht so -
    trotz Kunststoffgehäuse wurde nicht auf das Abdichten verzichtet.

  2. Kommentar by admin — 22. Dezember 2010 @ 11:18

    Danke für die Richtigstellung! Ich habe keinen Hinweis auf den Spritzwasserschutz gefunden, darum bin ich davon ausgegangen, dass die Kamera “normal” aufgebaut ist.
    Vielleicht haben Sie noch die Stelle, an der Sie die Schutzmaßnahmen entdeckt haben? Dann baue ich das noch in den Erfahrungsbericht ein. Ich finde zwar in Artikeln (widersprüchliche) Hinweise auf eine Abdichtung, nicht aber in den technischen Specs von Canon.

    Das Gehäuse der 60D ist auch nicht einfach “Plastik”, sondern eine Alulegierung und Polykarbonat mit Glasfaser.

    Insgesamt sollten wir uns langsam von der Vorstellung lösen, dass Kameras groß und klobig und schwer sein müssen. Ich mag Kameras, bei denen ich immer wieder mal in den Fotokoffer schaue, ob die Kamera tatsächlich drin ist und ich mag Objektive, die ich gerne mitnehme, statt sie im Fotoschrank einzumotten … alles laut dem Motto: Die beste Kamera ist die, die ich dabei habe.

    Neben dem Gewicht hat mich vor allem die Belichtungsautomatik der 60D überzeugt, die auch bei schwierigem Licht nicht nach einem manuellen Eingriff verlangt hat und das Schwenkdisplay natürlich auch.

    U. Häßler


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Quicktipps

Wenn der Himmel zu eintönig ist


Wolken lassen sich mit Pinseln einmalen. Alternative Pinselspitzen für Wolken hat z.B. grenouille-enchantee.

Pinselspitzen oder Photoshop Brushes haben die Dateiendung abr und werden in das Photoshop-Verzeichnis Pinsel oder Brushes kopiert. In Photoshop das Pinsel-Werkzeug in der Werkzeugleiste aktivieren, um die Pinsel-Sammlung anzuzeigen. Oben rechts in der Pinselsammlung auf das Dreieck klicken, um die frisch eingeflogenen Pinselspitzen zu laden.

Für das nachträgliche Einziehen von Wolken ist eine neue leere Ebene am besten geeignet. Die Pinselgröße anpassen, Woken einklicken und mit dem Radiergummi die Wolke wegradieren, wenn sie sich über die Baumspitzen legt. Oder die Ebene hin- und herschieben, bis die Wolken richtig sitzen.