U. Häßler @ 2008-07

Josef und Robert Scheibel: Sony Alpha 350

In der guten alten Zeit waren sie der Inbegriff der Fotobücher: die kleinen Kamerabücher von „Laterna Magica“. Das Buch zur Sony Alpha 350 von Josef und Robert Scheibel aus dem vfv-Verlag hat auch dieses wunderschöne Format, das immer noch irgendwie in die Fototasche passt und ist auch genauso gehaltvoll wie die Klassiker.

Das schnelle Nachschlagwerk zur Kamera ist das Buch allerdings nicht, sondern mit diesem Buch setzt man sich am besten nach einer ausgiebigen Fotosession in eine ruhige Ecke: Hier wird die geballte Fototechnik der Sony Alpha 350 präzise und ohne Umschweife auf den Punkt gebracht.

Ein Einsteiger in die Fotografie mit der Spiegelreflexkamera muss dieses Wissen in kleinen Häppchen auf sich wirken lassen. Wer allerdings – wie so viele Fotografen mit einer Sony Alpha – gerade von seiner analogen Minolta auf die digitale Sony umgestiegen ist, kann hier die Technik seiner neuen Kamera bis ins Detail aufarbeiten.

Selbst dem erfahrenen Fotografen wird das Büchlein noch so manch eine Ecke der Spiegelreflexfotografie eröffnen, denn Josef und Robert Scheibel knausern nicht mit tiefem fotografischen Hintergrundwissen. Die Bilder sind abgestimmt auf den Text (das ist bei weitem nicht bei allen Kamerabüchern der Fall!) und die Autoren haben sich seitenlange Beschreibung der Kameramenüs gespart, sondern konzentrieren sich auf die funktionelle Nutzung der Kamera.

Eine Tabelle mit den Objektiven für die Sony Alpha 350 ist ebenso im 224 Seiten umfassenden Buch zu finden wie die optischen Daten von Telekonverter-Kombinationen, Informationen zu Filtern und weiterem Zubehör. Über die reine Aufzählung hinaus bietet das Buch wertvolle Aufnahmetipps zum jeweils geschilderten Zubehör und – was fast noch wichtiger ist –: die Scheibels scheuen sich auch nicht, die Grenzen der Kamera zu zeigen.

Josef und Robert Scheibel :: Fotos digital :: Sony Alpha 350
vfv-Verlag, 1. Auflage Juni 2008
ISBN 978-3-88955-184-9
19,95 €

Fazit: Ein rundum gelungenes, liebevoll ausgearbeitetes Buch zur Kamera, nicht für Knipser geschrieben, sondern für Fotografen, die sich ernsthaft mit ihrer Kamera auseinander setzen wollen.
Damit setze ich mich nun bei strahlendem Sonnenschein in das nächste Cafe und lese noch ein wenig weiter …

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Quicktipps

Wenn der Himmel zu eintönig ist


Wolken lassen sich mit Pinseln einmalen. Alternative Pinselspitzen für Wolken hat z.B. grenouille-enchantee.

Pinselspitzen oder Photoshop Brushes haben die Dateiendung abr und werden in das Photoshop-Verzeichnis Pinsel oder Brushes kopiert. In Photoshop das Pinsel-Werkzeug in der Werkzeugleiste aktivieren, um die Pinsel-Sammlung anzuzeigen. Oben rechts in der Pinselsammlung auf das Dreieck klicken, um die frisch eingeflogenen Pinselspitzen zu laden.

Für das nachträgliche Einziehen von Wolken ist eine neue leere Ebene am besten geeignet. Die Pinselgröße anpassen, Woken einklicken und mit dem Radiergummi die Wolke wegradieren, wenn sie sich über die Baumspitzen legt. Oder die Ebene hin- und herschieben, bis die Wolken richtig sitzen.