FischerHaessler @ 2009-05

Nachtaufnahmen III

Nachts fotografieren mit Mond und Taschenlampe

Optimal sind schöne klare Nächte mit Mondlicht. Bei den langen Belichtungszeiten ist der Mond eine willkommene zusätzliche Lichtquelle und sorgt für Schatten, die dem Bild Tiefe und Plastizität verleihen. Die Taschenlampe hilft jetzt nicht nur beim Zugriff auf die Knöpfe der Kamera, sondern erhellt Teile des Motivs.

Vielleicht kann der Strahl der Taschenlampe dem Autofokus noch einmal auf die Sprünge helfen, wenn das Autofokus-Hilfslicht gar nicht so weit reicht, um dem Autofokus noch einen Anhaltspunkt zu zeigen. Innerhalb einer Belichtung von 20 oder 30 Sekunden spielen 5 Sekunden Anstrahlen mit der Taschenlampe nur eine untergeordnete Rolle im fertig belichteten Bild.

Naturfotografie und Porträtaufnahmen in dunkler Nacht

Eine besondere Note bekommt das Bild auch, wenn die Taschenlampe während der Belichtung einen Bereich des Bildes mit etwas Licht hervorhebt.

Bei Porträts im Dunkeln setzt ein Reflektor schöne Lichtpunkte, wenn er mit der Taschenlampe angestrahlt wird und das Licht auf das Gesicht oder Teile des Gesichts lenkt.

Wenn Passanten stören …

Bei Langzeitbelichtungen spielt ein Passant, der ausgerechnet jetzt vor der Kamera durch das Bild marschiert, kaum noch eine Rolle. Allenfalls offenbart sich ein Passant in größerer Entfernung noch als vorbei eilende Geistererscheinung. Vielleicht bringt ein Fußgänger, der kurz im Bildrahmen verweilt, noch den perfekten Vordergrund ins Bild.

Wenn Passanten aber völlig ausgeschlossen werden sollen, der Platz aber niemals wirklich lang genug leer bleibt, ist die lange Belichtungszeit gefragt. Mit Belichtungszeiten von 20 oder 30 Sekunden verschwinden Fußgänger völlig und ein menschenleerer Platz offenbart plötzlich einen ganz neue Sicht auf den ansonsten immer belebten Marktplatz mit seinen Bistros und Cafes.

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Quicktipps

Wenn der Himmel zu eintönig ist


Wolken lassen sich mit Pinseln einmalen. Alternative Pinselspitzen für Wolken hat z.B. grenouille-enchantee.

Pinselspitzen oder Photoshop Brushes haben die Dateiendung abr und werden in das Photoshop-Verzeichnis Pinsel oder Brushes kopiert. In Photoshop das Pinsel-Werkzeug in der Werkzeugleiste aktivieren, um die Pinsel-Sammlung anzuzeigen. Oben rechts in der Pinselsammlung auf das Dreieck klicken, um die frisch eingeflogenen Pinselspitzen zu laden.

Für das nachträgliche Einziehen von Wolken ist eine neue leere Ebene am besten geeignet. Die Pinselgröße anpassen, Woken einklicken und mit dem Radiergummi die Wolke wegradieren, wenn sie sich über die Baumspitzen legt. Oder die Ebene hin- und herschieben, bis die Wolken richtig sitzen.