Schöne Motive für den Einstieg in die Fotografie bei Nacht sind nicht gleich die einsamen stockfinsteren Landschaften, sondern die beleuchteten Plätze in der Stadt.
Bei den ersten Versuchen bieten die kleinen Lichter noch eine willkommene Einstellhilfe: So sind der Knopf für die Programmvorwahl und das Einstellrad noch gut sichtbar und der Autofokus findet noch eine helle Stelle zum Scharfstellen.

- Die lange Belichtungszeit (18 sek, Belichtungskorrektur 2,7 EV) sorgt für ein helles Motiv – obwohl hier die dunkle Nacht herrscht. Der Himmel zeigt eine Rotfärbung durch die Lichter der Großstadt, die der Betrachter aber gar nicht zu sehen bekommt.
Ein paar Straßenlaternen und Ampeln reichen schon aus. Es sollten nicht zu viele Lichter sein und sie sollten nicht in Richtung auf die Kamera strahlen. Die wenigsten Probleme bereiten Laternen, die auf den Boden strahlen. Der Blitz ist bei Nachtaufnahmen natürlich völlig fehl am Platz und würde jegliche Stimmung sofort im wahrsten Sinne des Wortes erschlagen.
Für den Anfang ist es tatsächlich einfacher, einen nicht zu hell beleuchteten Platz auszusuchen, denn die hellen Lichter überstrahlen innerhalb kürzester Zeit und zeigen reines Weiß oder jegliche Zeichnung – lange bevor die dunklen Bildbereiche ausreichend belichtet sind.

- Fremde Welten – gewöhnliche Motive können bei Nacht eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahlen so wie hier eine Baumaschine in einer Industrieanlage.
Lichtspuren fotografieren
Ein Stück schwarzer Karton kann nützlich sein, wenn die Lichtspuren einer Straße bei Nacht in Langzeitbelichtungen eingefroren werden sollen. Wenn keine Autos kommen, wird der Karton vor das Objektiv gehalten.
Auch bei Feuerwerken ist der Karton vor dem Objektiv die perfekte Ausstattung, um möglichst viele Explosionen aufs Foto zu bringen.
Architekturfotografie bei Nacht
Perfektionisten brauchen eine Wasserwaage zur Einrichtung der Kamera auf dem Stativ, um bei Architekturaufnahmen stürzende Linien zu vermeiden. Es gibt aber auch günstige Wasserwagen, die auf den Blitzschuh geschoben werden. Der Sucher ist keine große Hilfe und das Display versagt in der Dunkelheit oft vollkommen. Eine Taschenlampe gehört also auf jeden Fall in die Fototasche.

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