Meike Fischer @ 2009-04

Kleine Kinder und Babys fotografieren

Sicherheit an Papas Hand: ein kleines Detail mit großer Wirkung – alleine stünde das Mädchen recht verloren am weiten Meer. Blende 11, Belichtungszeit 1/500 Sekunde

Sicherheit an Papas Hand: ein kleines Detail mit großer Wirkung – alleine stünde das Mädchen recht verloren am weiten Meer. Blende 11, Belichtungszeit 1/500 Sekunde

Wie man zu besonderen Kinderbildern kommt – Tipps und Anregungen.
Spätestens seit ich als Mama begonnen habe, meine Kinder zu fotografieren, um mindestens ein ordentliches Album zu füllen, begann ich zu überlegen, wie man die Kleinen so ablichten kann, dass man nicht der Masse an langweiligen Kinderbildern noch mehr hinzufügt.

Wer kennt und fürchtet sie nicht, die Bilder mit starr in die Kamera lächelnden Kindern – lieblos gestaltet und ohne die Lebendigkeit, die eigentlich eingefangen werden sollte. Gute Kinderbilder sollen natürlich wirken, den Betrachterblick fesseln und idealerweise die Persönlichkeit des fotografierten Kindes einfangen. Mein Kind ist einzigartig und so will ich es auch zeigen! Also nicht mal eben die Kamera draufhalten aufs Kind, sondern mit Hingabe und Sorgfalt arbeiten. Wenn dann noch ein kleines, feines Bildkonzept hinzukommt, kann daraus ein wunderbares Fotobuch entstehen.

Für besondere Kinderbilder braucht man übrigens weder ein Studio, noch eine teure Kameraausrüstung. Schon eine kleine Kompaktkamera reicht völlig aus.

Das Wichtigste bei allen Kinderbildern zuerst: Gehen Sie auf die Augenhöhe das Kindes und schauen Sie nicht mit der Kamera in Feldherrenmanier auf das Kind herab. Das heißt natürlich bei Kindern im Krabbelalter, dass Sie sich am besten auf den Boden legen. Schon dieser einfache Trick sorgt dafür, dass Ihre Kinderbilder zukünftig um mindestens die Hälfte besser werden. Der Betrachter wird direkt ins Geschehen hineingezogen, und bleibt nicht distanzierter Beobachter.

Romantische Gegenlichtstimmung: der Lichtwert wurde erhöht (+1,0) um ein zartes, helles Bild zu erzeugen

Kleine Kinder

Die Devise »Hauptsache, das Kind ist überhaupt drauf und lacht« führt nicht eben zu Bildern, die begeistern. Kinder sind ja nicht immer fröhlich, sie sind auch traurig oder verträumt und wütend. Sie sind Prinzessin, Monster und wilde Katze und liefern dabei wunderbare Motive.

Meistens lassen kleine Kinder sich recht gerne fotografieren, und es nimmt auch nicht zu viel Zeit in Anspruch, sich so lange auf das Kind einzulassen, bis es die Anwesenheit der Kamera vergisst (und genau dann entstehen wunderbare Bilder, die Kinder im Spiel versunken und ungekünstelt zeigen).

Natürlich ist nicht nur das Modell selbst wichtig, sondern auch Vorder- und Hintergrund sind bildrelevant und sollen deswegen überzeugend in die Bildgestaltung einbezogen werden. Für die Kinderfotografie gilt, was für alle Bereiche der Fotografie gilt: Ein gut gestaltetes Foto ist besser als ein zufälliger Schnappschuss.

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Quicktipps

Wenn der Himmel zu eintönig ist


Wolken lassen sich mit Pinseln einmalen. Alternative Pinselspitzen für Wolken hat z.B. grenouille-enchantee.

Pinselspitzen oder Photoshop Brushes haben die Dateiendung abr und werden in das Photoshop-Verzeichnis Pinsel oder Brushes kopiert. In Photoshop das Pinsel-Werkzeug in der Werkzeugleiste aktivieren, um die Pinsel-Sammlung anzuzeigen. Oben rechts in der Pinselsammlung auf das Dreieck klicken, um die frisch eingeflogenen Pinselspitzen zu laden.

Für das nachträgliche Einziehen von Wolken ist eine neue leere Ebene am besten geeignet. Die Pinselgröße anpassen, Woken einklicken und mit dem Radiergummi die Wolke wegradieren, wenn sie sich über die Baumspitzen legt. Oder die Ebene hin- und herschieben, bis die Wolken richtig sitzen.