
- Ein Bild, das bei der Aufnahme nicht richtig scharfgestellt war, kann durch Schärfen im Bildbearbeitungsprogramm kaum verbessert werden, aber in ein gutes Bild bringt das Unscharf Maskieren den letzten Schliff.
Der Filter Unscharf Maskieren unter den Scharfzeichnungsfiltern in Photoshop wirkt den Folgen von Vergrößerungen, Verkleinerungen und Rotieren entgegen. Diese Manipulationen bringen immer einen leichten Weichzeichnungseffet mit sich.
- Die Stärke bestimmt den Grad des Abdunkelns der Kontur (100-250),
- der Radius gibt an, wie viele Pixel breit die Kontur betont wird (0.5 bis 1.5),
- der Schwellenwert verhindert, dass kleinste Pixelunterschiede für eine Kontur gehalten werden (nur bei sichtbarem Rauschen > 3).

- Qualitätsfanatiker stellen gern auch das Schärfen in der Kamera aus, um das Schärfen lieber im Bildbearbeitungsprogramm selber zu steuern.
Dabei gilt die lockere Regel: Bilder mit flächigen Farben und wenig Details vertragen weniger Scharfzeichnen als Bilder mit vielen feinen Strukturen. Je größer ein Bild ist, desto mehr Stärke darf eingestellt werden.
Bilder aus hochwertigen Digitalkameras – insbesondere aus digitalen Spiegelreflexkameras – profitieren von einem kleinen Schärfenradius (z.B. 0.5) und einer großzügigen Stärke (100 bis 250). Als Qualitätsfanatiker dürfen Sie dann auch das Schärfen in der Kamera auf den niedrigsten Level setzen und lieber mit einem kleinen Schärfenradius und einer angemessenen Stärke den letzten Schliff ins Bild setzen.
Wie für alle Korrekturen zuvor gilt: Das Bild sollte nur ein einziges Mal durch diesen Prozess manipuliert werden.

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