U. Häßler @ 2008-12

Sechs Schritte zur systematischen Bildbearbeitung V

Bildbearbeitung: Unscharf Maskieren

numbo5.gif Der Filter Unscharf Maskieren unter den Scharfzeichnungsfiltern in Photoshop wirkt den Folgen von Vergrößerungen, Verkleinerungen und Rotieren entgegen. Diese Manipulationen bringen immer einen leichten Weichzeichnungseffet mit sich.

  • Die Stärke bestimmt den Grad des Abdunkelns der Kontur (100-250),
  • der Radius gibt an, wie viele Pixel breit die Kontur betont wird (0.5 bis 1.5),
  • der Schwellenwert verhindert, dass kleinste Pixelunterschiede für eine Kontur gehalten werden (nur bei sichtbarem Rauschen > 3).


Dabei gilt die lockere Regel: Bilder mit flächigen Farben und wenig Details vertragen weniger Scharfzeichnen als Bilder mit vielen feinen Strukturen. Je größer ein Bild ist, desto mehr Stärke darf eingestellt werden.
Bilder aus hochwertigen Digitalkameras – insbesondere aus digitalen Spiegelreflexkameras – profitieren von einem kleinen Schärfenradius (z.B. 0.5) und einer großzügigen Stärke (100 bis 250). Als Qualitätsfanatiker dürfen Sie dann auch das Schärfen in der Kamera auf den niedrigsten Level setzen und lieber mit einem kleinen Schärfenradius und einer angemessenen Stärke den letzten Schliff ins Bild setzen.

Wie für alle Korrekturen zuvor gilt: Das Bild sollte nur ein einziges Mal durch diesen Prozess manipuliert werden.

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Quicktipps

Wenn der Himmel zu eintönig ist


Wolken lassen sich mit Pinseln einmalen. Alternative Pinselspitzen für Wolken hat z.B. grenouille-enchantee.

Pinselspitzen oder Photoshop Brushes haben die Dateiendung abr und werden in das Photoshop-Verzeichnis Pinsel oder Brushes kopiert. In Photoshop das Pinsel-Werkzeug in der Werkzeugleiste aktivieren, um die Pinsel-Sammlung anzuzeigen. Oben rechts in der Pinselsammlung auf das Dreieck klicken, um die frisch eingeflogenen Pinselspitzen zu laden.

Für das nachträgliche Einziehen von Wolken ist eine neue leere Ebene am besten geeignet. Die Pinselgröße anpassen, Woken einklicken und mit dem Radiergummi die Wolke wegradieren, wenn sie sich über die Baumspitzen legt. Oder die Ebene hin- und herschieben, bis die Wolken richtig sitzen.