Schritt 2: Helligkeit und Kontrast
Helligkeits- und Kontrastkorrekturen werden vor den Farbkorrekturen durchgeführt, da diese Korrekturen auch die Farben des Bildes verändern. Außerdem wird der überwiegende Teil der Farbfehler schon in der Tonwertkorrektur durch „Tiefen setzen“, Weißpunkt setzen“ und „Mittelton setzen“ eliminiert.
- Tiefen-/Lichterstich
Hat das Bild einen Farbstich in den Tiefen oder Lichtern, wird eine Tonwertspreizung mit den Pipetten in der Tonwertkorrektur oder der Gradationskurve durchgeführt. - Die Farben stimmen, aber das Bild ist flau
Die Tonwertspreizung wird mit den Reglern in der Tonwertkorrektur oder an der Diagonalen der Gradationskurve durchgeführt, ohne die Farben zu ändern. - Mitteltöne aufhellen/abdunkeln
Der mittlere Regler der Tonwertkorrektur („Gamma“) hellt die Mitteltöne des Bildes auf bzw. dunkelt ab. Denselben Effekt erzielt die Gradationskurve, wenn ein Ankerpunkt in die Mitte der Kurve geklickt und ein höherer bzw. niedrigerer Eingangswert gesetzt wird. Die Diagonale zeigt einen „Bauch“. - Kontraste optimieren
Nur die Gradationskurve kann den Kontrast in den Lichtern, Mitteltönen und Tiefen getrennt einrichten. Diese Korrektur bleibt i.d.R. Bildern mit 16 Bit Farbtiefe vorbehalten und führt bei 8 Bit Farbtiefe schnell zu Rissen in Verläufen und Solarisationen.

- Der mittlere Regler unter dem Histogramm hellt die Mitteltöne auf oder dunkelt sie ab. Die Pipetten setzen den Schwarzpunkt, den Weißpunkt oder ziehen einen Farbstich aus den Mitteltönen.

- Die Gradationskurve hat die Mitteltöne aufgehellt und die Lichter (ganze helle Bildbereiche) leicht gekappt.

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