U. Häßler @ 2008-12

Sechs Schritte zur systematischen Bildbearbeitung IV

Bildbearbeitung: Bildgröße, Auflösung und Interpolation

numbo4.gif Das Vergrößern oder Verkleinern des Bildes ist immer einer der letzten Schritte – auf jeden Fall nach den Helligkeits- und Farbkorrekturen, denn diese Korrekturen gelingen exakter und ohne Abrisse in den feinen Verläufen, je höher Auflösung und Farbtiefe des Bildes sind.

Das Schärfen erfolgt erst nach der Vergrößerung bzw. Verkleinerung, denn das Scharfzeichnen im Bildbearbeitungsprogramm kann immer nur die Folgen einer Interpolation mildern, nicht aber wirklich die Schärfe eines schlechten Fokussierens verbessern.

Früher galt, dass ein digitales Bild nicht vergrößert werden darf. Dieser Ratschlag kommt allerdings noch aus einer Zeit, in der das Pixelmaterial der digitalen Bilder selbst aus den besten Kameras nur selten die Qualität erreichte, die wir heute aus unseren Digitalkameras holen. Die Vergrößerung einer Aufnahme in höchster Auflösung und Qualität darf das Bild bis etwa zur doppelten Seitenlänge „aufblasen“ – vorausgesetzt, das Bildmaterial war von bester Qualität: nicht unterbelichtet und das Motiv sauber im Fokus (richtig scharfgestellt).


Starkes Aufhellen oder Abdunkeln des Bildes verraten sich in Vergrößerungen schnell durch die Fehlpixel – auch „Rauschen“ genannt –, die in die dunklen Bildbereiche bei einer heftigen Aufhellung des Bildes einziehen. Und auch die Bildschärfe muss perfekt auf dem Motiv liegen, denn ansonsten würde der Weichzeichnungseffekt der Interpolation die Unschärfe noch stärker hervortreten lassen.





Photoshop bietet auch gleich das Schärfen des Bildes bei einer Verkleinerung oder Vergrößerung an – nämlich mit der Option Bild neuberechnen / Bikubisch schärfer. Diese Option ist sinnvoll, wenn das Bild verkleinert wird und das Original bereits eine optimale Schärfe aufwies. Bei Vergrößerungen ist es meistens besser, das Schärfen des vergrößerten Bildes mit einer Funktion wie Filter / Scharfzeichnungsfilter / Unscharf Maskieren unter voller Sichtkontrolle durchzuführen.

Anmerkungen von Besuchern »


RSS-Feed für Anmerkungen zu dieser Seite.

Quicktipps

Wenn der Himmel zu eintönig ist


Wolken lassen sich mit Pinseln einmalen. Alternative Pinselspitzen für Wolken hat z.B. grenouille-enchantee.

Pinselspitzen oder Photoshop Brushes haben die Dateiendung abr und werden in das Photoshop-Verzeichnis Pinsel oder Brushes kopiert. In Photoshop das Pinsel-Werkzeug in der Werkzeugleiste aktivieren, um die Pinsel-Sammlung anzuzeigen. Oben rechts in der Pinselsammlung auf das Dreieck klicken, um die frisch eingeflogenen Pinselspitzen zu laden.

Für das nachträgliche Einziehen von Wolken ist eine neue leere Ebene am besten geeignet. Die Pinselgröße anpassen, Woken einklicken und mit dem Radiergummi die Wolke wegradieren, wenn sie sich über die Baumspitzen legt. Oder die Ebene hin- und herschieben, bis die Wolken richtig sitzen.