H. Kurzmann @ 2010-12

Aperture: Anpassungen mit dem Pinsel

Ganz glücklich ist die Bezeichnung »Glanzlichter & Schatten auftragen« in Aperture nicht … aber der Name »Protokollpinsel« in Photoshop war auch nicht gerade intuitiv


Der Protokollpinsel war schon ein großer Hit in Photoshop – vor allem, als auch ein Anpassungspinsel in Photoshop RAW hinzukam. Auch Lightroom und Aperture haben heute einen Pinsel, mit dem Korrekturen und Anpassungen eingemalt werden. Perfekt, um Korrekturen nur in einen Teil des Bildes zu malen.

Um in Aperture eine lokale Anpassung mit dem Pinsel ins Bild zu malen, wird zuerst das Bild global korrigiert – hier zum Beispiel soll der dunkle blaue Vordergrund des Bildes mit der Funktion Glanzlichter und Schatten aufgehellt werden.

Die letzten Minuten der Blauen Stunde morgens um 8 an der Alster: Das ganze Bild ist in ein tiefes Blau getaucht.

Nach der globalen Korrektur ist das Bild natürlich viel zu hell.

Glanzlichter und Schatten auftragen

Rechts neben Glanzlichter und Schatten sitzt – wie fast alle Korrekturfunktionen – ein kleines Zahnrad. Aufklappen und Glanzlichter und Schatten auftragen wählen. Das versetzt das Bild zurück in den letzten Zustand und aktiviert gleichzeitig den Pinsel.


Immer wieder hadern Aperture-Benutzer mit der Pinselgröße, weil Aperture scheinbar die Pinselgröße auf 200 Pixel begrenzt. Das passiert z.B., wenn die Option Kanten suchen aktiviert war: Der Radius für die Pinselgröße liegt unter den Reglern für Glanzlichter und Schatten in den erweiterten Optionen. Hier lässt sich die Pinselgröße in Aperture auf 1000 px einstellen.

Die Sonnenschirme lassen sich mit einer zweiten Glanzlichter & Schatten-Korrektur noch einmal gesondert aufhellen. Unter dem Zahnrad neben der Funktion liegt auch Neue Anpassung “Glanzlichter & Schatten” hinzufügen. Damit der Pinsel nicht gleich auch noch den Hintergrund aufhellt, dieses Mal die Option Konturen finden aktivieren. Bei dieser Gelegenheit kappt Aperture die max. Pinselgröße auf 200 px.

Die vier Sonnenschirme noch mit der Option Kanten suchen aufgehellt …

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Quicktipps

Wenn der Himmel zu eintönig ist


Wolken lassen sich mit Pinseln einmalen. Alternative Pinselspitzen für Wolken hat z.B. grenouille-enchantee.

Pinselspitzen oder Photoshop Brushes haben die Dateiendung abr und werden in das Photoshop-Verzeichnis Pinsel oder Brushes kopiert. In Photoshop das Pinsel-Werkzeug in der Werkzeugleiste aktivieren, um die Pinsel-Sammlung anzuzeigen. Oben rechts in der Pinselsammlung auf das Dreieck klicken, um die frisch eingeflogenen Pinselspitzen zu laden.

Für das nachträgliche Einziehen von Wolken ist eine neue leere Ebene am besten geeignet. Die Pinselgröße anpassen, Woken einklicken und mit dem Radiergummi die Wolke wegradieren, wenn sie sich über die Baumspitzen legt. Oder die Ebene hin- und herschieben, bis die Wolken richtig sitzen.